Online-Datenschutz für Verlage: Paywalls in der Datenschutz-Erklärung (mit Muster)

Der Einsatz einer sog. Paywall ist bei Verlagen beliebt, um Artikel kostenpflichtig abrufen zu können. Auch bei deren Einsatz ist auf den Datenschutz der Nutzer zu achten. Um die Zahlung abwickeln zu können, ist zumindest die Erhebung der Zahlungsdaten nötig, oft gibt es Nutzerkonten, so dass eingeloggte Nutzer nicht ständig die Paywall sehen. Zugebenermaßen sind Paywalls in der Datenschutzerklärung ein Spezialthema, aber dies dient gut zur Veranschaulichung, wie jede Datenerhebung über die Webseite (nicht nur für Verlage) in die Datenschutzerklärung übertragen werden muss. (Allgemein zur Datenschutzerklärung auf Webseiten siehe meine Blog-Serie.)

Die datenschutzrechtliche Rechtmäßigkeit des Einsatzes von Paywalls ist einfach: Es ist ein nachvollziehbares Mittel für Verlage, ihre Texte nicht gratis zur Verfügung stellen zu wollen. Um Nutzern kostenpflichtige Leistungen anzubieten, ist es vertraglich notwendig, Daten wie Namen, Adresse, Zahlungsdaten zu erheben. Diese Erhebung ist daher gem. § 28 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 BDSG und § 15 Abs. 1 TMG zulässig. Sollen weitere Daten erhoben werden, die für die Abrechnung nicht notwendig sind, müssen diese als freiwillig gekennzeichnet werden, der Nutzer muss dann darin einwilligen.

Interessant kann es für Verlage zusätzlich sein, einen Überblick darüber zu erhalten, wie viele Artikel ein Nutzer liest. Dies sowohl, wenn der Abruf einer gewissen Anzahl von Artikeln gratis ist, oder um das Nutzerverhalten in Bezug auf verschiedene zahlungspflichtige Artikel auszuwerten. Eine solche Profilbildung ist gem. § 15 Abs. 3 TMG zulässig, jedoch nur bei einer pseudonymisierten Datenerhebung ...

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