Kritik an Datenschutz der offiziellen deutschen Olympia-App des DOSB – Was ist dran?

Neben den olympischen Spielen in Sotschi sieht sich derzeit die offizielle deutsche Olympia App Kritik wegen Datenschutz-Bedenken ausgesetzt. Teile wurden bereits überarbeitet und an geltendes Recht angepasst, die Datenschutzerklärung scheint noch überarbeitet zu werden. Obwohl nicht die gesamte Kritik berechtigt ist, dies ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig es für Unternehmen ist, sich an rechtliche Standards zu halten. Die negative Presse hätte sicher vermeiden lassen, wenn vorher ein Anwalt eingeschaltet worden wäre, die Anwaltskosten stünden in keinem Vergleich zum nun eingetretenen Image-Schaden am Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Ich habe mir die Olympia-App runtergeladen und näher angesehen. Bereits zu Beginn fällt auf, dass im App-Store keine Datenschutzerklärung hinterlegt ist. Sowohl Apple als auch Google Play sehen eine Möglichkeit vor, die Datenschutzerklärung im App-Store zu verlinken. Dadurch weiß der Nutzer noch vor Download der App, auf was er sich einlässt. Die bayerische Aufsichtsbehörde empfiehlt dies standardmäßig. Der DOSB hat eine Homepage mit Werbung für die App geschaltet, diese wird im App-Store verlinkt. Auch dort findet sich weder eine Datenschutzerklärung für die Olympia-App des DOSB, noch für die Homepage selbst, obwohl das stets nötig ist. Wenn die Links fehlen, zeugt das von schlechter/keiner rechtlicher Beratung.

In der nunmehr installierten App finden sich die Datenschutzhinweise unter dem Reiter Einstellungen, der nur mit einem Zahnrad gekennzeichnet ist. Eindeutig zu wenig, der Link sollte ausdrücklich mit „Impressum“ und „Datenschutzerklärung“ bezeichnet sein. Auch wenn das bei Apps zugegebenermaßen oft nicht schön/sinnvoll umgesetzt werden kann, wäre es eigentlich nötig. Sicherlich kommt der verständige Durchschnittsnutzer von selbst drauf, hier zu suchen. Tipp an App-Entwickler: entsprechende Möglichkeiten sollten standardmäßig vorgesehen und ins Design eingepasst werden ...

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