Verkehrssicherungspflichten beim Karnevalsumzug

Als Veranstalter eines Karnevalsumzuges besteht zwar die Verpflichtung, nach den jeweiligen Umständen die notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen zu schaffen, um eine Schädigung anderer möglichst zu vermeiden. Allerdings ist eine lückenlose Überwachung zum Ausschluss jeglichen Risikos für Umzugsteilnehmer und Zuschauer nicht geschuldet.

So das Oberlandesgericht Koblenz in dem hier vorliegenden Fall einer Klägerin, die wegen eines Unfalls während des Rosenmontagszuges Schmerzensgeld vom Veranstalter und von einem Karnevalsverein begehrt hat. Während des Rosenmontagszuges 2011 in Mainz erlitt die Klägerin einen Unfall: Nach ihrer Darstellung wurde sie vom Anhänger des Zugwagens überrollt und dabei verletzt. Daraufhin hat sie den Veranstalter des Mainzer Rosenmontagszuges und einen am Zug mit Festwagen teilnehmenden Karnevalsverein auf Zahlung von Schmerzensgeld in Höhe von 5.000 Euro in Anspruch genommen. Gegen das die Klage abweisende Urteil des Landgerichts Mainz hat die Klägerin Berufung eingelegt ...

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