Rezension Zivilrecht: BGB

Palandt, Bürgerliches Gesetzbuch, 73. Auflage, C.H. Beck 2014 Von ref. iur. Christiane Warmbein, München Als Urgestein der zivilrechtlichen Kommentarliteratur ist „der Palandt“ ständiger Begleiter ab der ersten Hausarbeit bis zum Ende des juristischen Berufslebens. Für 2014 wurde er, wie jedes Jahr, auf den aktuellen Stand gebracht. Es wurden dabei allein in der BGB-Kommentierung 17 Änderungsgesetze aufgenommen, darunter so wichtige Änderungen wie durch das Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie (VerbrRRL-UG), das Mietrechtsänderungsgesetz und das Patientenrechtegesetz. Ergänzt durch zahlreiche neue Entscheidungen von BGH, EuGH und BAG bleibt der Palandt verdientermaßen auch in diesem Jahr Grundpfeiler der zivilrechtlichen Kommentarliteratur. Auch wenn seine Vorstellung eigentlich nicht vieler Worte bedarf, so soll hier ein etwas genaueres Bild des Werks gezeichnet werden. Der Kommentar wurde 1938 in Auftrag gegeben, um die ideologische Auslegung des BGB nach den Vorstellungen des Nazi-Regimes zu fördern und den Einfluss der bis dahin vorherrschenden Literatur jüdischer Autoren zurückzudrängen. Bis auf das Jahr 1945 erscheint das Werk in jährlichem Rhythmus und stellt die aktuelle Rechtsprechung und Rechtsauffassungen dar. Nachdem nach 1945 die umfangreichen ns-ideologischen Kommentierungen ersetzt wurden, wird der Kommentar in seither gleichem Konzept, Aufbau und Sprache weitergeführt. Er enthält Kommentierungen zu BGB, EGBGB, AGG, WEG u.a. als Kurzkommentierungen, d.h ...Zum vollständigen Artikel


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