"Kaufpreis plus Maklercourtage" allein begünrdet keine Provisionspflicht

Nur aufgrund einer eindeutigen Provisionsvereinbarung muss der Käufer eines Grundstücks eine Maklercourtage zahlen. Dafür genügt eine Klausel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen, wonach es dem Makler gestattet ist, sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer provisionspflichtig tätig zu sein ebenso wenig, wie die Angabe im Expose "Kaufpreis plus Maklercourtage". Dies geht aus einem Urteil des Amtsgerichts München ( AG München, Urteil vom 27.10.11, AZ 222 C 5991/11 ) hervor. Der Verkäufer hatte im November 2009 einer Maklerfirma den Auftrag erteilt, sein Grundstück zu verkaufen. Aufgrund einer Internetanzeige der Maklerfirma meldete sich ein Interessent, welcher das Grundstück besichtigte. Bei dieser Besichtigung wurde ihm ein Expose übergeben. In diesem war der Kaufpreis mit 1,2 Millionen Euro zuzüglich 3,57% Maklercourtage angegeben. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Maklerfirma enthielten eine Klausel, wonach es der Maklerfirma gestattet war, für beide Parteien als Makler provisionspflichtig tätig zu sein. Nach Abschluss des Kaufvertrages verlangte die Maklerfirma von dem Käufer eine Provision.Die Zahlung lehnte der Käufer mit der Begründung ab, die Zahlung einer Maklerprovision sei mit ihm nicht vereinbart worden. Die darauf hin erhobene (Teil-) Klage der Maklerfirma wies das Amtsgericht München ab ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK