Niki Lauda vs. Titanic / Empörung über das Schumacher-Cover – Wie weit darf Satire gehen – Teil 2

Das Satire-Magazin Titanic hat mit einem provokanten Cover erneut für Aufmerksamkeit und teilweise Empörung gesorgt. Aktuell geht es um ein Cover der Titanic, dass den ehemaligen Rennfahrer Niki Lauda zeigt und wie folgt betitelt ist: “Eklusiv: Erstes Foto nach dem Unfall: So schlimm erwischte es Schumi”. Das Schumacher-Cover hat sowohl bei Niki Lauda als auch in der Presse für Empörung gesorgt.

Die Titanic hat bereits in der Vergangenheit die Grenzen der zulässigen Satire ausgelotet. So hatte ein Cover des ehemaligen Papstes mit einer befleckten Soutane für Aufmerksamkeit und Empörung gesorgt.

Erneut stellt sich daher die Frage nach der “Titanic und den Grenzen der Satire” (auch die Titanic berichtete:-)). Nachfolgend meine persönliche Einschätzung zur rechtlichen Zulässigkeit des “Schumacher-Covers”. In Betracht kommen zwar eine Reihe von möglichen Rechtsverletzungen bzw. Anspruchsgrundlagen. Es soll allerdings ausschließlich eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts von Niki Lauda betrachtet werden.

Wie bereits in meinem Beitrag zur Zulässigkeit des “Papst-Covers” dargestellt, gelten für die Kunstfreiheit der Grundsatz, dass Geschmack keine Rolle spielt: “Es gibt keine schlechte Kunst”. Es soll daher davon ausgegangen werden, dass das “Schumacher-Cover” unter den Schutzbereich der Meinungsfreiheit/Kunstfreiheit aus Art. 5 GG fällt.

Weiter kann ich aus meinem vorherigen Beitrag zitieren:

Die Kunstfreiheit ist ein Grundrecht und durch Art. 5 Abs. 3 GG geschützt. Allerdings wird die Kunstfreiheit auch nicht schrankenlos gewährt, sondern findet ihre Grenzen jedenfalls dann, wenn Persönlichkeitsrechte eines Dritten verletzt werden. Insoweit gelten auch die allgemeinen Grundsätze des Äußerungs-/Persönlichkeitsrechts ...

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