E-Commerce und Verbraucherschutzrecht in Kanada

In Deutschland und der EU gibt es einen recht umfassenden Verbraucherschutz sowie eine Vielzahl an Vorschriften zum E-Commerce. Aber wie sieht dies in anderen Ländern aus? Gibt es auch außerhalb der EU wirksame Vertragsschlüsse im Internet, Widerrufsrechte und Informationspflichten für Webshop-Betreiber? Die IT-Recht Kanzlei wagt den Blick über den Atlantik und gibt einen Überblick über das kanadische Recht zum Verbraucherschutz und E-Commerce.

I. Kanada baut aktuell den Verbraucherschutz im E-Commerce aus

Vorschriften zum E-Commerce, wie sie in Europa insbesondere gemäß dem EU-Recht existieren, gibt es in Kanada nicht in demselben Umfang und der gleichen Regelungsdichte. Jedoch sind viele Teilaspekte des E-Commerce, die – häufig zwar nicht auf Bundesebene, jedoch zumindest in den einzelnen Bundesstaaten Kanadas, die Provinzen genannt werden – geregelt.

Nach einem langwierigen Gesetzgebungsverfahren mit dem Titel „Canada’s new anti-spam legislation“ (kurz: CASL, auf Deutsch: Kanadas neue Anti-Spam-Gesetzgebung) treten zum 1. Juli 2014 neue Vorschriften für die kommerzielle elektronische Kommunikation auf Bundesebene in ganz Kanada in Kraft. Darin geregelt ist vor allem, in welchen Situationen Absender bestimmte Empfänger auf elektronischem Weg kontaktieren dürfen; das betrifft insbesondere das Verhältnis von Unternehmern zu Verbrauchern. Als Faustformel gilt dabei wie in Deutschland: eine Kontaktaufnahme auf elektronischem Weg darf in der Regel nur dann erfolgen, wenn der Empfänger im Vorfeld dafür sein Einverständnis gegeben hat. Allerdings bestehen auch einige Ausnahmetatbestände.

Das kanadische E-Commerce-Recht umfasst verschiedene rechtliche Themenbereiche ...

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