Wirtschaftsprüferhaftung: Anleger erringen Sieg vor dem Bundesgerichtshof– Wirtschaftsprüfer wird für falsche Aussagen zur Kasse gebeten

Die Haftung eines Wirtschaftsprüfers stand auf dem Prüfstand. Dieser hatte Vertriebspersonal vorsätzlich mit falschen Informationen über die vertriebene Kapitalanlage ausgestattet, die Anlegern zur Investitionsgrundlage diente. In seiner Entscheidung vom 19.11.2013 hat der Bundesgerichtshof (BGH) ein weiteres Urteil zugunsten geschädigter Kapitalanleger gefällt. Der Wirtschaftsprüfer einer Graumarktkonzerns äußerte sich in einer Veranstaltung vor Vertriebsmitarbeitern dahingehend, dass die Unternehmensgruppe über eine exzellente Eigenkapitalausstattung verfüge und bezeichnete ihre Aktien als �Blue Chips�. �Blue Chips� nennt man in Wirtschaftskreisen besonders umsatzstarke Aktien etablierter Unternehmen, so genannte �Standardaktien�. Tatsächlich bestand das Vermögen des Unternehmens fast ausschließlich aus Forderungen gegen die einzelnen Anleger. Ein ernsthaftes Forderungsmanagement wurde nicht betrieben. Beides sind wesentliche Risikofaktoren. Die Vertriebsmitarbeiter bewarben im Folgenden die atypisch stillen Beteiligungen zweier Unternehmen des Konzerns mit dieser Aussage des Wirtschaftsprüfers. Die Anleger, so wie die Kläger, vertrauten auf diese Aussage des Wirtschaftsprüfers als die eines Experten, der das Unternehmen gut kannte. Die Kläger investierten 2000 und 2002 in beide Gesellschaften, bereits 2005 meldeten diese Insolvenz an ...Zum vollständigen Artikel

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