Warum die Pixelio-Entscheidung des LG Köln am Ast sägt, an dem das Urheberrecht hängt…

Warum ist es am Rhein so schön? Diese Frage stellt uns ein altes Volkslied – und gibt auch die passende Anwort dazu: “Weil die Mädel so lustig und die Burschen so durstig.”

Nun wissen wir natürlich nicht, ob auch die beiden kölschen Burschen (beide immerhin doctores der Rechte) und das Mädel der 14. Zivilkammer – Urheberrechtskammer – des Landgerichts Köln (die zuletzt wenigstens noch als eine von zwei Kammern die bei ihr anhängig gemachten Auskunftsanträge in Sachen Redtube zurückgewiesen hat) besonders lustig und durstig bei ihrer Entscheidungsfindung (LG Köln, Urteil v. 30. Januar 2014 – Az. 14 O 427/13) waren, als sie diese aktuelle Entscheidung über die Aufrechterhaltung einer zuvor erlassenen einstweilige Verfügung trafen.

Aber Inhalt und Botschaft der Entscheidung werfen schon die Frage danach auf, ob die Protagonisten hier vielleicht mit Blick auf das rheinische Redtube-Desaster getreu dem Motto “Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert” innerlich augenzwinkernd ein wenig fortgeschrittenes Guerilla-Marketing für die landrichterliche Rechtspflege der Karnevalshochburg betrieben haben:

Was ist passiert?

Ein Fotograf, der eigene Bilder beim Stockphoto-Portal Pixelio eingestellt hatte, war gegen eine Nutzerin von Pixelio wegen fehlender Urheberkennzeichnung seines Bildes vorgegangen. Diese hatte das Bild über Pixelio bezogen und zur Illustrierung eines Artikels auf ihrer Website verwendet, wobei sie am Seitenende des betreffenden Beitrags auch eine Urheberkennzeichnung mit dem Pseudonym des Fotografen veröffentlicht hatte.

Gegen diese Kennzeichnung hatte der Fotograf im Wesentlichen nichts, im Verfahren vor dem Landgericht Köln beanstandete er – offenbar, nachdem die Kammer zunächst noch etwas bei der Antragsformulierung nachhelfen mußte – allerdings, dass nicht auch bei direktem Aufruf des Fotos unter dem konkreten Dateipfad (Bild-URL) eine Urheberkennzeichnung vorhanden war ...

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