LG Köln: Pixelio-Bilder müssen Urheberhinweis im Bild selbst führen – Eine Fehlentscheidung

Ein aktuelles Urteil des Landgerichts Köln hat Anfang der Woche hohe Wellen geschlagen.

Wie der Kollege Niklas Plutte am Montag, den 3.2.2014 auf seiner Internetseite mitteilte, hat die Urheberrechtskammer (also nicht irgendein Feld-, Wald- und Wiesengericht) des Landgerichts Köln (LG Köln, Urteil v. 30.1.2014, Az. 14 O 427/13) eine einstweilige Verfügung per Urteil bestätigt, welches seiner Mandantin verbietet, ein bestimmtes Lichtbild unter einer bestimmten URL öffentlich zugänglich zu machen, ohne den Namen des Urhebers anzugeben.

Urhebernennung ist Pflicht

Hintergrund der Entscheidung ist das Recht des Urhebers gemäß § 13 UrhG, an seinem Werk, in diesem Fall ein Lichtbild, in üblicher Weise als Urheber genannt zu werden.

Bis hierhin ein ganz gewöhnlicher Vorgang, der auch immer wieder Gegenstand zahlreicher Fälle aus unserer praktischen Arbeit ist. Wer unsere Publikationen verfolgt, weiß, dass wir zumeist Rechteinhaber vertreten und deren Ansprüche, soweit nötig, auch gerichtlich mit aller Konsequenz durchsetzen. Der Anspruch des Urhebers, als Urheber genannt zu werden, gehört dazu. Gerade im Bereich der Creative Commons Licenses, in deren Rahmen eine Lichtbildnutzung von den Fotografen grundsätzlich kostenlos gewährt wird, legen die Urheber großen Wert darauf, bei der Benutzung wenigstens namentlich genannt zu werden und erhalten im Verstoßensfalle nicht unerhebliche Schadensersatzsummen. Wir berichteten.

Der Antrag bezog sich nicht auf die Artikelseite…

In dem vor dem Landgericht Köln geführten einstweiligen Verfügungsverfahren war ein Fotograf gegen die Betreiberin eines Onlineportals wegen fehlender Urheberkennzeichnung seines Bildes vorgegangen, das die Websitebetreiberin zuvor über Pixelo bezogen und zur Illustrierung eines Artikels auf ihrer Website verwendet hatte ...

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