LG Köln: Überzogene Anforderungen an Urheberrechts-Benennung von Pixelio.de-Fotos

Das LG Köln hat in einer aktuellen Entscheidung (Urt. v. 30.01.2014 - Az.: 14 O 427/13) außerordentlich strenge Anforderungen an die Benennung des Urhebers bei Pixelio.de-Fotos gesetzt.

Der Beklagte hatte ein Pixelio.de-Foto bei sich auf der Webseite eingebunden.

Auf Pixelio.de hieß es dazu:

"Der Nutzer hat in der für die jeweilige Verwendung üblichen Weise und soweit technisch möglich am Bild selbst oder am Seitenende PIXELIO und den Urheber mit seinem beim Upload des Bildes genannten Fotografennamen bei PIXELIO in folgender Form zu nennen: '© Fotografenname /PIXELIO' Bei Nutzung im Internet oder digitalen Medien muss zudem der Hinweis auf PIXELIO in Form eines Links zu www.pixelio.de erfolgen."

Auf seiner Webseite hatte er eine entsprechende Benennung angegeben. Rief man jedoch die direkte Bild-URL auf (http://www...de/typo3temp/pics/470e6ad6d1.jpg), fehlte jeder Nachweis. Es wurde nur das Foto an sich angezeigt.

Dies stufte das LG Köln als nicht ausreichend ein und sah darin eine Verletzung des Urheberpersönlichkeitsrechts des Fotografen.

Die Richter stuften die Lizenzregelung so sein, dass auch in der Bild-Datei selbst, d.h. bei direktem Aufruf, ein Nachweis zu erfolgen habe. Die bloße Nennung auf der Webseite sei nicht ausreichend.

Dabei sei es unerheblich, ob die eine solche Benennung bei einem direkten URL-Aufruf internet-üblich sei oder nicht. Entscheidend seien die Pixelo.de-Bestimmungen.

Auch die Argumentation des Beklagten, Pixelo.de selbst halte eine solche Benennung für nicht erforderlich, überzeugte die Robenträger nicht. Auf Nachfrage des Beklagten hatte Pixelio.de geantwortet:

"Die Bildquelle muss nicht in der Bilddatei an sich stehen (...). Wir empfehlen aber auch, die Bildquelle auf automatisch generierten Seiten anzugeben, z.B ...Zum vollständigen Artikel


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