Haben wir bald in bilderloses Internet? Zum Aufreger-Urteil des LG Köln zu Pixelio-Bildern

Ausgerechnet im Bestatter-Blog tauchte gestern der erste Beitrag über das Urteil auf und am liebsten würde ich es dort auch unter die Erde bringen lassen.

Das Urteil wurde bereits sehr ausführlich von dem am Rechtsstreit beteiligten Kollegen Plutte besprochen, daher hier nur eine kurze Zusammenfassung.

Urhebervermerk bei Pixelio-Bilder auch bei Bild-URL

Bei Pixelio und anderen Foto-Archiven gibt es für die Nutzer der Bilder konkrete Vorgaben, was die Bennenung des Fotografen betrifft. So soll der Urheber meist direkt neben/unter dem Bild, am Seitenende oder im Impressum benannt werden. Bei Pixelio muss die Urhebernennung am Bild oder am Seitenende erfolgen.

Ruft man nun über seinen Browser den Direktlink eines Fotos auf der Website ab, dann erfolgt dort natürlich keine Namensnennung, denn im Browserfenster sieht man nur das jeweilige Bild (wie z.B. hier). Das LG Köln ist nun tatsächlich der Auffassung, dass auch bei diesem Direktzugriff eine Namensnennung nach § 13 UrhG erfolgen soll (mehr zur Namensnennung hier).

Wie das technisch gehen soll, ohne das Bild zu verändern (meist nicht erlaubt!) verraten uns die Richter leider nicht. Das Urteil führt dazu, dass vermutlich 100% aller Websites, die Pixelio-Bilder (oder Bilder andere Plattformen mit vergleichbaren Bedingungen) bei sich eingebunden haben, theoretisch (!) mit einer Abmahnung rechnen müssen ...

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