AGG-Hopping

Markus Stoffels hatte bereits hier im BeckBlog über ein Verfahren vor dem LAG Düsseldorf berichtet, das letztlich durch Vergleich beigelegt worden war. Der 60 Jahre alte Kläger, von Beruf Rechtsanwalt, hatte sich auf eine Stellenanzeige beworben, mit der er seiner Überzeugung nach wegen seines Alters diskriminiert wurde:

Sie sind Berufseinsteiger oder haben bereits ein bis zwei Jahre als Rechtsanwalt in einer wirtschaftlich ausgerichteten Kanzlei gearbeitet.

Das LAG hatte in der mündlichen Verhandlung angedeutet, dass es seine Klage auf Entschädigung (§ 15 Abs. 2 AGG) für unbegründet halte, weil sie rechtsmissbräuchlich (§ 242 BGB) erhoben worden sei.

Über ein vergleichbares Verfahren berichtet das LAG Berlin-Brandenburg:

Auch hier klagt ein 1953 geborener promovierter Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei auf Entschädigung nach § 15 Abs. 2 AGG. Er hatte sich auf eine Stellenanzeige beworben, mit der die Beklagten einen Rechtsanwalt (m/w) „als Berufsanfänger oder Kollegen mit 1-3 Jahren Berufserfahrung“ suchten. Nachdem seine Bewerbung abgelehnt worden war, nahm er die Beklagten auf eine Entschädigung wegen Altersdiskriminierung von bis zu 60.000 Euro in Anspruch ...

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