Wenn Sozialversicherungsbeiträge nachzuzahlen sind, kann es teuer werden!

Man stelle sich eine Situation vor, die gar nicht mal so selten vorkommt. Im Zuge einer Betriebsprüfung durch die Krankenkasse wird festgestellt, dass für eine ganze Reihe von Arbeitnehmern über Jahre hinweg zu wenig Beiträge zur Sozialversicherung abgeführt wurden. Oder etwa es stellt sich bei einigen der Mitarbeiter, die über Jahre hinweg als freie Mitarbeiter geführt wurden, heraus, dass diese in Wirklichkeit nur scheinselbständig sind und deswegen Beiträge abgeführt werden müssen. Da kommen schnell auch für nur eine Person einige tausend Euro zusammen, die jetzt nachzuzahlen sind! Eines ist jetzt schon klar: die Sache wird verdammt teuer und zumindest der Arbeitgeber wird möglicherweise mit einem Strafverfahren wegen Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt (§ 266a StGB) überzogen. Lassen wir aber mal den strafrechtlichen Aspekt beiseite und fragen uns, für wen die Geschichte eigentlich jetzt teuer wird. Die gute Nachricht vorweg: der Arbeitnehmer kann sich in jetzt relativ entspannt zurücklehnen! Instinktiv müsste man jetzt eigentlich annehmen, dass sich die Krankenkasse, die für den Einzug des gesamten Sozialversicherungsbeitrages zuständig ist, auch bei dem Arbeitnehmer meldet und fröhlich die Hand aufhält. Schließlich haben wir doch alle mal in der Schule gelernt, dass von den Beiträgen die eine Hälfte der Arbeitgeber zahlt und die andere Hälfte der Arbeitnehmer. An dieser Stelle ist es allerdings ausnahmsweise einmal beruhigend, dass unsere Lehrer uns nicht die ganze Wahrheit beigebracht haben, sondern hierbei eher unpräzise vorgegangen sind. In der Praxis wird es schon darauf hinaus laufen, dass jeder seine Hälfte zahlt. Ein Blick auf die monatliche Gehaltsabrechnung verrät: das Geld ist futsch ...Zum vollständigen Artikel

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