Wer lügt am besten? Tag 26 im Stalking-Prozess um eine Kriminalhauptkommissarin

Das war gestern wieder ein bemerkenswerter Verhandlungstag im nicht enden wollenden Stalking-Verfahren um eine Kriminalhauptkommissarin vor einer Berufungskammer des Mönchengladbacher Landgerichts. 8 Jahre lang war die Frau mit dem Angeklagten liiert und hatte – wie es scheint – ganz gut mit und von ihm gelebt und sich ihr teures Reithobby leisten können. Dann kam es zu Problemen, wie das in Beziehungen bisweilen so ist. Die Frau trennte sich für ein paar Monate von ihm, dann lebte man wieder ein Jahr lang zusammen, bevor es dann im Sommer 2008 erneut zur Trennung kam. Sie fühlte sich von ihm verfolgt und bestalked, sagt sie, traf sich aber dennoch wiederholt mit ihm und fand es wohl auch gut, dass er ihr zu Weihnachten ein neues Pferd schenken wollte. Das sagt jedenfalls der Angeklagte, der sich zum Beleg auf dem Gericht vorgelegte sms bezieht, und Zeugenaussagen deuten auch in diese Richtung.

Anfang 2009 kam es dann aber zum endgültigen Bruch, über die Gründe wird derzeit gestritten. Es folgten zahlreiche Strafanzeigen der Kripofrau gegen ihren Ex. Stalking, Nötigung im Straßenverkehr, Diebstahl von persönlichem Eigentum und anderes wurde aktenkundig gemacht, mit überdurchschnittlich großem Engagement ermittelte die Polizei gegen den Mann. Einstweilige Verfügungen, gerichtliche Näherungsverbote, diverse Anklagen, vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis ….. eine ganze Palette von stalkingtypischen Folgeerscheinungen sind zu berichten.

Während eines laufenden Strafverfahrens wurde dann Anfang 2011 durch den Anwalt der Kommissarin eine weitere Strafanzeige mit neuen Tatsachenbehauptungen nachgeschoben. Erstmals wurde jetzt auch der Vorwurf der sexuellen Nötigung erhoben. Zwei Jahre liege die böse Tat zurück, wurde vorgetragen, Zeugen gebe es nicht, auch nicht vom Hörensagen, aber eine Art Tagebuch habe die Beamtin damals geführt, das als Beweismittel vorgelegt werden könne ...

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