MPC MS Santa-P Schiffe: Schiffe des krisengeschüttelten Fonds fahren in die Insolvenz

31. Januar 2014 - In sechs hochmoderne Panamax-Schiffe, die unter dem Dach des vom Emissionshaus MPC herausgegebenen Schiffsfonds MS "Santa-P Schiffe" zusammengefasst sind, investierten Anleger in den Jahren 2004 und 2005 über 87 Mio. €. Nach der im vergangenen Jahr gescheiterten Sanierung der Beteiligungsgesellschaft MS "Santa-P Schiffe" GmbH & Co. KG befinden sich jetzt zwei Fondsschiffe im vorläufigen Insolvenzverfahren. Bereits im November 2013 wurde Insolvenzantrag für die Kommanditgesellschaft MS "Santa Priscilla" Offen Reederei GmbH & Co. gestellt. Jetzt musste das zweite Fondsschiff, die Kommanditgesellschaft MS "Santa Patricia" Offen Reederei GmbH & Co. Insolvenzantrag stellen. Auch die wirtschaftliche Situation der vier anderen Schiffe ist angesichts der angespannten Lage auf den weltweiten Schiffsmärkten alles andere als rosig. Weitere Insolvenzen kämen nicht überraschend. Für die Anleger des Schiffsfonds besteht das Risiko des Totalverlusts des investierten Kapitals. Bei der gegenwärtigen Marktlage ist kaum zu erwarten, dass der Erlös bei einem Verkauf der Schiffe die Verbindlichkeiten übersteigen wird. Schadenersatzansprüche für Anleger Dabei hätte dieser Fonds Privatanlegern gar nicht empfohlen werden dürfen. Nur 33% des investierten Eigenkapitals sind tatsächlich in den Bau der Schiffe geflossen. Der Rest von rund 67% wurde für diverse Vergütungen, Vertriebsprovisionen und Zinsen verwendet. Gerade dieser Umstand eröffnet Anlegern die Möglichkeit, Schadenersatz gegen die beratenden Banken und Sparkassen sowie die Gründungsgesellschafter des Fonds durchzusetzen. Uns ist keine Anleger bekannt, dem sein Berater diese Zahlen offenbart hätte. Auch darüber, dass in diesem Fonds die Vertriebskosten 33,6% des Kommanditkapitals der Anleger betrugen, wurden diese von ihren Beratern regelmäßig nicht informiert, obwohl nach der Rechtsprechung des BGH über Vertriebsaufwendungen von mehr als 15% ausdrücklich aufgeklärt werden muss ...Zum vollständigen Artikel


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