Zahnarzt wegen groben Fehlers bei der Befunderhebung zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 3.500 Euro verurteilt.

Ein Zahnarzt, den ein Patient mit Zahnbeschwerden im Oberkieferfrontbereich aufsucht, handelt grob fehlerhaft, wenn er den Patienten zur Befunderhebung nur röntgt und eine Vitalitäts- und Perkussionsprüfung der schmerzenden Zähne versäumt.

Das hat der 26. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm mit Urteil vom 08.11.2013 – 26 U 51/13 – entschieden.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall befand die heute 64jährige Klägerin sich seit langen Jahren in der zahnärztlichen Behandlung des Beklagten. Anfang Dezember 2008 suchte sie den Beklagten mit Zahnbeschwerden im Oberkieferfrontbereich auf. Der Beklagte veranlasste eine Röntgenaufnahme. Weitere Untersuchungen der schmerzenden Zähne fanden ausweislich der Krankenunterlagen nicht statt. Eine bei den Zähnen vorliegende Zahnmarkentzündung wurde erst im Februar 2009 zahnärztlich versorgt. Zwei Zähne im Oberkiefer der Patientin konnten in der Folgezeit nicht erhalten werden, sie erhielten Wurzelfüllungen.

Unter Hinweis auf die nach ihrer Ansicht unzureichende zahnärztliche Versorgung hat die Klägerin vom Beklagten Schadensersatz verlangt.

Das sich auf den Oberkiefer beziehende Schadensersatzverlangen der Klägerin hatte Erfolg. Der 26. Zivilsenat des OLG Hamm hat nach Anhörung des zahnmedizinischen Sachverständigen den Beklagten zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 3.500 Euro verurteilt ...

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