Verletzung der Hygienevorschriften kann für Krankenhaus teuer werden.

Mit Urteil vom 08.11.2013 – 26 U 62/12 hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm einem Patienten, der sich im Krankenhaus mit MRSA-Keimen (multiresistenten Staphylokokken) infizierte, weil ein Krankenpflegeschüler beim Entfernen einer Infusionskanüle die Hygienevorschriften verletzt hat, ein Schmerzensgeld in Höhe von 40.000 Euro zugesprochen.

In dem dieser Entscheidung zugrunde liegendem Fall befand sich der Kläger im März 2008 in stationärer Behandlung im beklagten Krankenhaus. Zur Behandlung eines Tinnitus erhielt er Infusionen über eine an seinem linken Arm gelegte Venenverweilkanüle. Nachdem ein Krankenpflegeschüler diese gezogen und dabei - vorschriftswidrig - dieselben Handschuhe getragen hatte, mit denen er zuvor bereits einen Mitpatienten versorgt hatte, erlitt der Kläger eine MRSA-Infektion, die er auf nicht eingehaltene Hygienevorschriften beim Entfernen der Kanüle zurückgeführt hat. Infolge der Infektion litt der Kläger über Monate unter heftigen Schmerzen und zog sich einen Abzess im Bereich der Lendenwirbelsäule zu, der operativ versorgt werden musste.

Das vom Kläger verklagte Krankenhaus hat der 26. Zivilsenat des OLG Hamm zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 40.000 Euro verurteilt ...

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