LAG Düsseldorf: Eine Stellenanzeige, die sich „Berufseinsteiger“ wendet ist altersdiskriminierend – hier war die Bewerbung aber wohl rechtsmissbräuchlich

Rechtsanwalt Bodem, Fachanwalt Arbeitsrecht Berlin

Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf wies in seiner heutigen Berufungsverhandlung nach der Pressemitteilung darauf hin, dass bei der Stellenanzeige von einem diskriminierenden Sachverhalt auszugehen sein dürfte, in dem Sinne, dass potenzielle Bewerber wegen ihres Alters ausgeschlossen würden. Die Kammer hat aber zu erkennen gegeben, dass die Berufung keine Aussicht auf Erfolg haben werde, weil aufgrund der Gesamtumstände erhebliche Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Bewerbung des Klägers bestünden, d.h. diese wohl als rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren sei.

Hinweis: Nachdem die Beklagte sich auf Anregung des Gerichts verpflichtet hatte, an eine gemeinnützige Einrichtung 2.000 Euro zu spenden, hat der Kläger seine Berufung zurückgenommen.Stellt sich die Frage, warum nicht Widerklage gestützt auf § 826 BGB erhoben wurde, aber das Berliner Verfahren war wohl nicht bekannt Zum Fall nach der Pressemitteilung Der 60 Jahre alte Kläger ist promovierter Rechtsanwalt, der seit dem Jahre 1988 als Einzelanwalt tätig ist ...

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