Gekaufte Facebook-Likes wettbewerbswidrig?

Facebook-Likes wettbewerbswidrig?


Ein wichtiger Faktor für das Marketing von Unternehmen im Internet und auf sozialen Plattformen wie Facebook, Youtube und Goolge plus ist die Anzahl von Likes und Follower. Dies verführt manche dazu, die sichtbare Popularität durch Ankauf falscher Facebook-Likes aufzupolieren. Doch wie ist dies wettbewerbsrechtlich zu bewerten?

Zwei Arten gekaufter Facebook-Likes

Dienstleister, die entgeltlich Facebook-Likes an Unternehmen vermitteln, finden sich unschwer im Internet oder direkt auf Online-Marktplätzen wie eBay und Co. Hier erhält der Nachfrager gegen Zahlung eines Obolus die gewünschte Menge an Follower und Likes wenig später nach Abschluss der Transaktion.

Die zweite zweckgerichtete Methode besteht darin, Nutzern der Website eine Gegenleistung für das Anklicken des Gefällt-Mir-Buttons anzubieten. Dies kann die Zusendung eines vermeintlich nützlichen eBooks oder die Gewährung von Rabatt auf den nächsten Einkauf sein.

Gemeinsam ist den Konstellationen, dass der Ausdruck des Gefallens hier nicht auf dem unvoreingenommenen Eindruck der Profilseite auf dem sozialen Netzwerk oder auf positiven Erfahrungen mit dem betreibenden Unternehmen beruht, sondern sich als von diesem veranlasste Gegenleistung darstellt.

Nachweisbarkeit

Werden Likes und Follower eingekauft, besteht abgesehen von der rechtlichen Problematik ein Beweisproblem. Denn ein beweissicheres Verfahren zum Nachweis, woher die Likes etc. stammen und ob diese gegen Entgelt gehandelt haben, steht derzeit aus.

Einen ersten Ansatz dazu stellt das vom Stern entwickelt Tool, mit dem die Herkunft der Facebook-Liker ermittelt werden kann, dar. Stammen diese für ein deutsches Profil überwiegend aus dem asiatischen Raum, liegt der Verdacht nahe, dass bei Klick-Farmen eingekauft worden ist ...

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