GABi 2.0 geht an den Start

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Hinter dem pittoresken Namen „GABi Gas“ verbirgt sich etwas ausgesprochen Handfestes: das „ Grundmodell für Ausgleichsleistungen und Bilanzierungsregeln im Gassektor“. Deren Reform steht an, und dabei wollen die Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) und die Marktgebietsverantwortlichen (MGV) ein Wort mitreden. Dazu dient ihr Konzept für eine „GABi Gas 2.0“.

Die Konsultation bildet den Auftakt für die anstehende Umsetzung der europäischen Bilanzierungsregeln aus den Network Codes Gas Balancing. Die Konsultationsfrist – mit zwei Wochen recht kurz bemessen – für das MGV/FNB-Konzept endet am 31.1.2014. Das Konsultationsergebnis wird an die Bundesnetzagentur (BNetzA) übersandt, die Anfang April das offizielle Festlegungsverfahren für die Änderung der GABi Gas einleiten wird. Mit der endgültigen Festlegung ist noch in diesem Jahr zu rechnen; realistischer Umsetzungszeitpunkt könnte der 1.10.2015 sein.

Fest steht bereits jetzt, dass es Änderungen geben wird. Diese ergeben sich aus zwingenden europäischen Vorgaben. Dabei soll es aber nicht bleiben.

Kernstück des Konsultationspapiers ist die Frage, ob es auch zukünftig untertägige Anreize (Within Day Obligatons – WDOs) für die Bilanzierung geben darf und soll und wenn ja, wie diese ausgestaltet werden sollen. Dass diese weiterhin notwendig sind, versuchen die MGV/FNB anhand dreier Szenarien nachzuweisen, die belegen sollen, dass bei einem extremen Parallelverhalten aller Bilanzkreisveranwortlichen ein Netzzusammenbruch drohen könnte. Der Network Code lässt WDOs nämlich nur dann zu, wenn diese aus Gründen der Systemstabilität erforderlich ist.

Das bestehende System soll im Detail geändert werden; mit erheblichen Auswirkungen für die Marktbeteiligten ...

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