120.000 € für beidseitige Hodenschädigung nach Leistenbruch-OP?

Mit der Klage eines Patienten auf Zahlung von 120.000 Euro Schadensersatz nach einer Leistenbruchoperation hat sich das Oberlandesgericht Hamm befasst. Geltend gemacht hat der betroffene Patient sowohl das Vorliegen eines Behandlungsfehlers wie auch fehlerhafte Aufklärung.

Der aus Haltern stammende Patient machte für die Schädigung seiner Hoden Schadensersatz gegen den Krankenhausträger einer in Haltern ansässigen Klinik geltend, in der er an der Leiste operiert wurde. Der 3. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat mit der am 21.10.2013 ergangenen Entscheidung das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Essen bestätigt und Ansprüche verneint, der Entscheidung liegt folgender Sachverhalt zugrunde:

Im Februar 2007 ließ der heute 48 Jahre alte Patient wiederholt aufgetretene, beidseitige Leistenbrüche in der zum Klinikverbund der Beklagten gehörenden Klinik operativ versorgen.

Nach der Operation kam es zur Schwellung und Hämatombildung im Bereich des Hodensacks, die zunächst konservativ behandelt wurde.

Bei einer weiteren, Ende des Jahres 2007 in einer anderen Klinik durchgeführten Operation wurde der rechte Hoden entfernt, so dass dem Patienten nur der linke – zudem geschädigte – Hoden verblieb ...

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