Aufgetürmte Seecontainer als Schallschutz

Eine Wand aus Seecontainern, die ein gegenüberliegendes Haus um 1,60 Meter überragt, hat eine erdrückende Wirkung und verstößt gegen das baurechtliche Rücksichtnahmegebot. Es ist vom Nachbarn auch nicht vorübergehend hinzunehmen. Außerdem verletzt eine Baugenehmigung, die Abstandsvorschriften der Hessischen Bauordnung nicht beachtet, den Nachbarn in seinen Rechten.

So die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen in dem hier vorliegenden Eilverfahren, mit dem sich ein Anwohner aus Wetzlar-Dutenhofen gegen eine nur etwa 3 m vor seinem Grundstück aufgebaute Wand aus 24 Seecontainern gewendet hat. Die in 3 Reihen gestapelten Container türmen sich vor seinem Grundstück auf einer Höhe von ca. 8 m auf. Sie sollen als Lärmschutz während des Baus eines auf dem benachbarten Gewerbegrundstück geplanten Vorhabens dienen. Dazu genehmigte die Stadt Wetzlar dem Gewerbebetrieb die Aufstellung der Container auf der zwischen den beteiligten Grundstücken liegenden Straße und sperrte diese während der Bauzeit für den Verkehr. Der Anwohner des gegenüberliegenden Grundstücks fühlt sich von der Containerwand, die sein eigenes Haus im Mittel um ca. 1,6 m überragt, optisch erdrückt und rügte im Eilverfahren, dass die nach der Hessischen Bauordnung (HBO) einzuhaltenden Abstandsflächen nicht beachtet würden.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Gießen sei die Aufstellung der Container nach der erteilten Baugenehmigung in einem Abstand vom 3 m erlaubt worden. Damit würden aber die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsflächen nicht eingehalten ...

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