Von zu Hause aus arbeiten als Polizeivollzugsbeamter

Die Tätigkeit von Polizeivollzugsbeamten kann mit unvorhersehbaren Ereignissen einhergehen, die eine sofortige Reaktion und eine Anwesenheit am Arbeitsplatz erfordern, so dass der Dienstherr im Rahmen des ihm zustehenden weiten Organisationsermessens die Einrichtung eines Telearbeitsplatzes verweigern kann.

Mit dieser Begründung hat das Verwaltungsgericht Berlin in dem hier vorliegenden Fall die Klage eines Polizeivollzugsbeamten im gehobenen Dienst abgewiesen, dessen Antrag auf einen Telearbeitsplatz abgelehnt worden war. Im März 2012 beantragte der Kläger beim Polizeipräsidenten in Berlin die Einrichtung eines alternierenden Telearbeitsplatzes, weil seine schwer erkrankte 8-jährige Tochter der häuslichen Betreuung durch ihn bedürfe. Dies lehnte die Behörde mit der Begründung ab, das Aufgabengebiet des Klägers eigne sich nicht für die Telearbeit. Eine Vielzahl seiner Tätigkeiten sei nicht von vorherein planbar, sondern ergebe sich aus unvorhersehbaren Entwicklungen oder Sofortlagen. Aus diesem Grund müsse der Kriminalbeamte spontan verfügbar sein. Zudem sei ein häuslicher Umgang mit sensiblen Daten bedenklich. Allerdings stellte ihm der Beklagte die Möglichkeit in Aussicht, an zwei bis drei Nachmittagen in der Woche zu Hause zu arbeiten ...

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