Quergelesen: Feldforschungen im Europarecht

Dass die Europäische Union eine Schöpfung des Rechts ist, wussten ihre Väter schon lange vor dem Maastrichter Vertrag und der Eurokrise. Walter Hallstein, der Frankfurter Juraprofessor und erste Kommissionspräsident, prägte das Wort von der „Rechtsgemeinschaft“ – die immer auch eine Gemeinschaft der Juristen war. Doch erst seit Kurzem nimmt die Forschung diese Akteure genauer in den Blick, untersucht einzelne Protagonisten ebenso wie die Netzwerke der Richter und Bürokraten, Anwälte und Professoren, die seit Mitte der 1950er Jahre das Feld des Europarechts und seiner Wissenschaft hervorbrachten.

Der vorliegende Band versammelt eine Reihe zeithistorischer und rechtssoziologischer Studien aus den produktiven Werkstätten der von Bordieu inspirierten europarechtlichen Feldforschung. Ein Gewinn ist die Lektüre für alle, die sich in Wissenschaft und Praxis mit dem Europarecht und dem Rechtsraum Europa beschäftigen ...

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