Ein vermeidbarer Tagesausflug…

Schnee… die Bremse für die Menschheit.

… hat mich heute wieder dicht an die Grenzen meines gesunden Menschenverstandes gebracht. Doch der Reihe nach:

Angesetzt war für 11.20 Uhr eine Bußgeldsache in Neuruppin. Mein Mandant wusste nicht mehr genau, ob er im Moment, als der Blitz einschlug, am Steuer saß oder nicht, in Betracht kam auch sein Bruder. Dies hatten wir dem Gericht nebst Ausweiskopie (nur die Vorderseite, das wird noch wichtig!) auch mitgeteilt. 2 Monate nach der Ladung sollte es nun heute zum großen Showdown kommen. Der Bruder allerdings wurde nicht geladen.

8.15 Uhr: Ankunft in der Kanzlei, Akte einpacken und los.

8.57 Uhr: Sicherheitshalber eine S-Bahn 20 Minuten früher genommen, Schnee usw.

9.54 Uhr: Mit 27 Minuten Verspätung in Hennigsdorf zum Umsteigen eingetroffen, der Regionalzug hat Gott sei Dank gewartet.

10.35 Uhr: Ankunft in Neuruppin. Kurze Besprechung mit dem Mandanten.

10.54 Uhr: Der Richter erscheint auf dem Flur. “Die Sache …?” – “Ja.” – “Na dann machen wir die doch jetzt schon mal.”

10.57 Uhr: Beginn der Verhandlung. Ich verweise auf den außergerichtlichen Schriftwechsel. Richter: “Na, wenn Sie mir die Anschrift des Bruders mitgeteilt hätten, dann hätte ich ihn heute schon geladen.”

11.02 Uhr: Die Hauptverhandlung wird ausgesetzt, neuer Termin am 25.2.

11.04 Uhr: Ende der Verhandlung. Wieder zurück zum Bahnhof.

11.27 Uhr: Der Zug nach Berlin kommt – pünktlich! Planmäßige Ankunft in der Kanzlei: gegen 12.45 Uhr ...

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