187 km/h statt 80 km/h mit dem Motorrad ist dann doch schon vorsätzlich...

Oft tun sich OLGe damit schwer, Vorsatzannahmen der Amtsgerichte bei Geschwindigkeitsverstößen für rechtsfehlerfrei anzusehen. Hier war es aber mal andersrum. Das AG hatte Fahrlässigkeit angenommen - das OLG Vorsatz draus gemacht:

Die Beweiswürdigung des AG leidet insoweit an durchgreifenden sachlich-rechtlichen Rechtsfehlern:

1. So ist für den Senat ebenso wie für die rechtsmittelführende StA nicht nachvollziehbar, wie das AG aufgrund seiner Feststellungen bei der gegebenen gravierenden Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 107 km/h auf einer Bundesstraße auch angesichts der knappen und nicht einmal von dem von seiner Anwesenheitspflicht entbundenen Betr. persönlich abgegebenen Einlassung zugunsten des Betr. davon ausgehen konnte, der Betr. habe nur fahrlässig gehandelt.

a) Unabhängig vom Fehlen sich aufdrängender, weil regelmäßig unmittelbar beweiserheblicher oder doch wenigstens nicht minder bedeutsamer indiziellen Feststellungen, etwa zum Anlass der Fahrt, zur beabsichtigten Fahrtstrecke und Fahrtdauer, zur konkreten Fahrbahnbeschaffenheit und zum Streckenverlauf samt Witterungs- und Sichtverhältnissen sowie zur Beschilderung einschließlich einer etwaigen räumlichen Staffelung der Beschränkung oder weiterer besonderer Hinweisschilder z. B ...

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