USK: Computerspiele sind Kunst

An der Frage, ob ein Computerspiel ein Kunstwerk ist (oder wenigstens sein kann) scheiden sich noch die Geister. Vergangene Woche hat die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle eine überarbeitete Version ihrer Leitkriterien für die Alterseinstufung von Spielen vorgelegt und in der Neufassung der Präambel eindeutiger als zuvor Stellung bezogen.

In der ersten Fassung der Leitkriterien (die übrigens nicht mit den stark verfahrensrechtlich geprägten “Grundsätzen” zu verwechseln sind, sondern diese konkretisieren und ergänzen) hieß es noch relativ dürr, dass Computerspiele “heute [...] Teil unserer Alltagskultur geworden” seien, ist der entsprechende Passus in der Neufassung deutlich umfangreicher geraten:

Computerspiele sind ein selbstverständlicher Teil unserer Alltagskultur und finden auch unter künstlerischem Aspekt Beachtung. Technisch Machbares und ästhetischer Ausdruck können sich in einer Art und Weise verbinden, dass Spiele Merkmale einer Kunstform in der zeitgenössischen Unterhaltung erhalten. Durch die Chance der Interaktivität können sich Entwickler wie Spieler durch das Medium ausdrücken, sich kritisch mit Gesellschaft und ihren Prozessen auseinandersetzen und dabei Wirklichkeit, Entwicklung und Veränderung reflektieren.

Diese Einschätzung habe der Beirat der USK einstimmig gefasst ...

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