Gasspeicher in Europa – Eine Momentaufnahme der Regulierer

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Wie viel Speicherpotenzial für Gas gibt es in Europa? Am 20.11.2013 hat der CEER, der Councel of European Energy Regulators (Rat der Europäischen Regulierungsbehörden) in Brüssel dazu einen Zwischenbericht veröffentlicht. Darin kommt er zu dem traurigen Schluss, dass sich an der Nutzung des europäischen Speicherpotentials kurzfristig nichts ändern wird. Hintergrund der Untersuchung war der geringe Speicherstand in der Speicherperiode 2012/2013 und der späte Start der Einspeicherung im Jahr 2013, der auch auf dem 24. Madrid-Forum mit Sorge diskutiert worden sei.

Der Bericht trifft folgende Kernaussagen: Die Hauptmotive für die Speichernutzung sind heutzutage, dass man das Portfolio optimieren und dass man Flexibilität vorhalten möchte. Daneben spielt auch eine Rolle, dass man die Versorgung sichern, gesetzliche Vorgaben zur Sicherstellung der Versorgung von Endkunden erfüllen und sie als rein finanzielles Instrument nutzen möchte. Hierbei geht der Bericht noch immer von Preisdifferenzen zwischen Kurz- und Langfristhandel sowie Sommer- und Winterpreisen aus. Zumindest der deutsche Markt mag das anders sehen.

Gründe für eine geringere Speichernutzung sieht der Bericht zum einen darin, dass die physikalische Nachfrage aus ökonomischen Gründen nachgelassen habe und Gas im direkten Wettbewerb zu Kohle derzeit weniger attraktiv sei. Außerdem stünden im europäischen Gasmarkt andere Flexibilitätsinstrumente zur Verfügung. Wesentlich sei hierbei, dass sowohl die Gashandelspunkte als auch die Gasnetze flexibler geworden seien.

Der Bericht ist zuversichtlich, dass die Nachfrage nach Speicherkapazitäten künftig wieder steigen wird. Insbesondere die Rolle von Gaskraftwerken in Ergänzung zu Erneuerbaren Energien erhöhe den Flexibilitätsbedarf ...

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