2C_576/2013: Sponsoring und MWSt | Vermutung der Gleichwertigkeit der ausgetauschten Leistungen

Streitig und vom Bundesgericht zu überprüfen (2C_576/2013) waren mehrwertsteuerliche Nachbelastungen der EStV für die Kontrollperiode vom Q1/2004 bis Q2/2009. Der Fall wurde materiell-rechtlich nach altem MWStG beurteilt [dürfte aber wohl nach neuem Recht im Ergebnis gleich beurteilt werden / Anm. Red.]. Umstritten war die Frage nach der Bewertung der Gegenleistungen, welche dem Sponsor eines Ski-Clubs in Form von Inseraten und Aufdrucken auf Briefpapier, auf Fahrzeugen und Sportbekleidung erbracht wurden. Der Sponsor, ein Verein und Unternehmer im Bereich von Bergbahnen, hatte einem Ski-Club aus seiner Region auf der Basis eines Sponsoringvertrages über Jahre hinweg Abonnements zu ermässigtem Preis verkauft. Die EStV beanstandete, dass der Sponsor in seinen MWSt-Abrechnungen als Entgelt für die Abonnements nur den ermässigten Preis als Bemessungsgrundlage für die MWSt angegeben hatte [„100%-X“ / Anm. Red.], nicht aber den vollen Marktpreis [„100%“]. Es begründete seine mehrwertsteuerliche Nachbelastung des Differenzbetrages [„X“ = in casu CHF 1‘102‘897] durch die MWSt damit, dass der Sponsor im Gegenzug für seine Ermässigung gewisse vertraglich umschriebene Werbeleistungen vom Ski-Club empfangen (aber nicht abgerechnet) hatte ...Zum vollständigen Artikel

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