„Geben Sie keine Erklärung ab, dass Sie hier nur sitzen…“

Das soll Teil einer der Dienstanweisungen an eine Mitarbeiterin sein, die und deren Berufskollegen einen Job machen, von dem SIE sich vermutlich ein überholtes, irrendes, um nicht zu sagen: irregeführtes, aber falsches Bild machen, wenn Sie ihr begegnen und davon ausgehen, welche Dienste sie dort leistet. Manchmal sehen Dinge und Dienste anders aus, als wir es gewohnt waren und sind und uns weiterhin dadurch suggeriert wird, dass ………ja, eben allein dadurch, dass derjenige nix dazu sagt, sagen darf, dass er ……dort nur sitzt. Und bei Ihnen einen Eindruck am Leben hält über ein Berufsbild und seine Arbeit, das von Unternehmen geschickt weiter aufrechterhalten wird. Während man sich in mehrfacher Hinsicht Geld spart. Und zugleich zusätzlich erwirtschaftet.

Die Rede ist von den Toilettenkosmetikerinnen, die dafür sorgen, dass die öffentlichen Örtchen, die Sie an öffentlichen Orten aufsuchen in gepflegtem Zustand sind. In Einkaufszentren beispielsweise. In manchen sieht man sie kaum noch, da hängen dann stattdessen Tafeln mit Uhrzeiten und handschriftlichen Eintragungen, wann in den letzten Stunden jemand für Ordnung gesorgt habe. An anderen gibt es sie noch.

Und wenn sie nicht gerade mit Reinigungsarbeit oder dem Nachfüllen von Seife, Einmalhandtüchern etc beschäftigt sind (wie Sie und ich denken), dann sitzen sie an einem Tisch, auf dem in einem Teller ein wenig Kleingeld liegt. Das Extra für den Service, sog. Trinkgeld.

Als Toilettentüren noch mit Münzschlössern versehen waren, waren es auch die Toilettendamen, bei denen man sich das Wechselgeld geben lassen konnte, das man dazu brauchte, nicht selten fiel vom Restgeld dann auch – gern – Trinkgeld ab. Bei Ihnen nicht auch? Als Kinder wurden wir nicht nur dazu auch erzogen, sondern auch diese nicht einfach grusslos zu ignorieren, wie viele es tun, die auch an Bettlern an der Strasse achtlos vorbeigehen und -sehen, als seien sie gar nicht vorhanden ...

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