BAG: Zur Passivlegitimation bei Entschädigungsansprüchen wegen Altersdiskriminierung

Beim Bundesarbeitsgericht haben in einem Revisionsverfahren diese Woche Parteien über einen Entschädigungsanspruch wegen behaupteter Altersdiskriminierung bei der Bewerberauswahl gestritten.Problematisch war in diesem Fall die Passivlegitimation für Ansprüche nach § 15 II AGG.

Der Kläger ist diplomierter Betriebswirt mit mehrjähriger Berufserfahrung. Im September 2011 bewarb er sich um eine im Internet ausgeschriebene Stelle als Personalvermittler. In der Stellenausschreibung war ua. auf eine Berufserfahrung von ein bis zwei Jahren hingewiesen und als Karrierestatus “Berufseinsteiger” genannt.

Bewerbungen

sollten nach der Stellenausschreibung an die Beklagte gesandt werden. Am Ende der Stellenausschreibung war unter der Überschrift “Kontaktinformationen für Bewerber” die P. GmbH, eine Schwestergesellschaft der Beklagten, benannt.

Der Kläger

übersandte seine Bewerbungsunterlagen per E-Mail an die beklagte UPN GmbH; das der E-Mail beigefügte Bewerberschreiben richtete er an die UP GmbH

beide in Ahrensburg.

Am 5. Oktober 2011 teilte die Beklagte dem Kläger mit, dass seine Bewerbung nicht habe berücksichtigt werden können, weil es Bewerber gegeben habe, die dem Anforderungsprofil noch näher gekommen seien.

Der Kläger verlangt von der Beklagten eine Entschädigung von mindestens 16.000,00 Euro mit der Begründung, er sei bei der Bewerberauswahl wegen seines Alters benachteiligt worden. Die Stellenausschreibung indiziere eine solche Benachteiligung wegen des Hinweises auf eine ein- bis zweijährige Berufserfahrung und den Karrierestatus als “Berufseinsteiger”.

Die Beklagte wendet dagegen ein, der Kläger habe bereits die falsche Gesellschaft verklagt ...

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