Willig und bereit, beim Sterben [nach-] zu”helfen”: Die Mehrheit der Deutschen?

Will man der sensationsheischenden Headline der ZEIT in diesem Beitrag glauben, soll das so sein.

Der Artikel ist allerdings in der Schlagzeile wie im weiteren Text und bei genauerem Blick auf seine Belege dafür und seinen Inhalt mehr als fragwürdig und mutet befremdlich an.

Schon eingangs muss man sich wundern über die Austauschbarkeit der Behauptungen, die da willkürlich gleichgesetzt werden:

” Tötung auf Verlangen – Mehrheit der Deutschen befürwortet aktive Sterbehilfe”

heisst es im Header. Und:

“Soll es in Deutschland erlaubt sein, einem Schwerkranken beim Sterben zu helfen? Die Bundesbürger sind laut einer Umfrage gegen jede Form eines Verbots”

Im Text dann: “Die Mehrheit der Deutschen befürwortet Sterbehilfe, auch die aktive.”

Oha! Deutschland, einig Sterbehilfeland? So tendenziös und ziemlich erschreckend im Land mit dem Verfassungs-Schutz des unantastbaren Lebens klingt das. Klingt das in Ihren Ohren nicht ziemlich erschreckend und skandalös? Genug jedenfalls, um sich diese Behauptung und These mal mit der Lupe anzusehen?

Mehrheit, das fängt ja bei den einen an, wenn sie gemeinsam eine Koalition hinbekommen, also schon unter 50% pro Partei, bei anderen erst bei 51% und bei anderen gar erst bei 66% oder 3/4 Mehrheiten. Und andere wiederum finden, unter 5 % haben andere eh nix mehr zu sagen oder an Gestaltungsmöglichkeiten, da ist dann 5% schon die Mehrheit, die über Ex und Hopp entscheidet.

Was also ist “Die Mehrheit” der Deutschen? Dazu gleich mehr.

Vorher aber noch eine andere Frage:

Denn es ist schon ein inhaltlicher wie qualitativer Unterschied bereits bei der Aussage,

ob man gegen ein Verbot von Sterbehilfe ist oder ob man diese aktiv befürwortet und damit fordert.

Gegen ein Verbot zu sein kann beinhalten: Gegen ein Verbot der Sterbehilfe durch Hinz und Kunz, gewerbliche Sterbehelfer, ärztliche Sterbehelfer, Angehörige, beispielsweise ...

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