“AGG-Hopper” können bei diskriminierenden Stellenanzeigen keine Entschädigung verlangen

Wer sich als sog. “AGG-Hopper” erfolglos auf eine altersdiskriminierende Stellenanzeige bewirbt, ohne ernsthaft an der Stelle interessiert zu sein, kann von dem Unternehmen keine Entschädigung nach § 15 Abs. 2 AGG verlangen. Indizien für eine nicht ernsthafte Bewerbung können neben einer Vielzahl von Bewerbungen gerade auf altersdiskriminierende Stellenauschreibungen auch eine unzureichende Qualifikation des Bewerbers und ein wenig aussagekräftiges Bewerbungsschreiben sein.

Der Sachverhalt:Der 60 Jahre alte Kläger ist promovierter Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei. Er hatte sich u.a. auf eine Stellenanzeige der Beklagten beworben, mit der ein Rechtsanwalt (m/w) “als Berufsanfänger oder mit ein bis drei Jahren Berufserfahrung” gesucht worden war.

Nachdem seine Bewerbung abgelehnt worden war, nahm der Kläger die Beklagte – wie bereits zuvor eine Vielzahl anderer Kanzleien mit ähnlichen Stellenausschreibungen – auf eine Entschädigung wegen Altersdiskriminierung von bis zu 60.000 Euro in Anspruch. Seine hierauf gerichtete Klage hatte vor dem LAG keinen Erfolg ...

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