Huch, wo sind die Goldbarren hin?

Genau 344 Ausbildungsberufe gab es im Jahr 2012 in Deutschland. Tresoraufseher gehört nicht dazu. Noch nicht. Tresoraufseher kann man werden, wenn man in einer Bank arbeitet. Normalerweise sind Tresore fest verschlossen, warum also eine Aufsicht? Weil in Finanzinstituten immer wieder Wertsachen wie Geld und Gold angeliefert werden und dieses dann sicher in die fest verschlossenen Räume gebracht werden muss. Da gehört es rein. Und darüber muss jemand aufpassen. Einleuchtend. Vielleicht sollte es noch einen Tresoraufseher-Aufseher geben. Nur zur Sicherheit. Wie auch immer: Tresoraufseher ist ein verantwortungsvoller Job. Gut, aber lesen Sie bitte, was bei der HSBC-Bank in Düsseldorf letzten Herbst passierte. Vor einiger Zeit wurde das Bankgebäude an der Königsallee renoviert. Und zwar so gründlich, dass die in normalen Zeiten herrschenden, mit Sicherheit sehr peniblen Zustände und Sicherheitsvorkehrungen ein wenig durcheinandergerieten.

Eine überraschende Lieferung Gold (10 Kilo in Barren, der Tageswert lag am 21.1.2014 bei 294.412 Euro) traf auf eine wohl als leicht chaotisch zu beschreibende Baustellensituation. Der Kölner Express beschreibt das ganze recht detailliert, wobei die sicher nicht dabei waren. Der Beck-Blog beschreibt die Ereignisse etwas anders. Wir fassen zusammen, wie es uns am plausibelsten erscheint: Die seit vielen Jahren bei der Bank beschäftigte Tresoraufseherin handelte … na ja, wir wissen nicht genau, wie wir es beschreiben soll. Normalerweise hätte sie anweisungsgemäß einen Kollegen holen und das Gold in den Tresor befördern müssen. Aber, wie es halt immer so ist: Ein Gespräch mit dem Bauleiter kam dazwischen. Aus welchen Gründen auch immer entschloss sie sich im Anschluss an diese Unterhaltung, das Gold in einem Rollcontainer zwischenzulagern. Absperren ging offenbar nicht. Möglicherweise gab es in diesem Moment keine andere geeignete Lösung ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK