Rezension Öffentliches Recht: Nichtwestliches politisches Denken

Zapf (Hrsg.), Nichtwestliches politisches Denken. Zwischen kultureller Differenz und Hybridisierung, 1. Auflage, Springer 2012 Dr. David Sirakov, Studiendirektor der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz und Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Kaiserslautern Welche Form sollte eine Gesellschaft annehmen? Welche Institutionen braucht ein politisches System? Und wie sollte beides, die Gesellschaft und das Politische, über Prozesse miteinander verbunden sein? Dies sind Fragen, die Theoretiker seit Jahrtausenden zu beantworten versuchen. Während sich die westlichen Vorstellungen u. a. an Denkern wie Platon, Aristoteles, Machiavelli, Hobbes, Montesquieu oder – in der Moderne – Schumpeter, Fraenkel und Habermas orientieren, weisen natürlich auch nichtwestliche Gesellschaften Traditionen politischer Ideen auf. Allerdings wurde diesen Überlegungen über gesellschaftliches und staatliches Zusammenleben insbesondere durch den Westen wenig – ja mitunter zu wenig – Aufmerksamkeit geschenkt. Die Folgen können verheerend sein, wie so manche Demokratisierungsversuche in den vergangenen Dekaden anschaulich zeigen. Denn auch wenn die beispielsweise in Afghanistan und Irak gemachten Fehler vielfältiger Natur waren und sind; die fehlende oder zumindest sehr unterbelichtete Beschäftigung mit den dortigen Vorstellungen von Gesellschaft und Politik hat maßgeblich zum Scheitern dieser Vorhaben beigetragen. Umso wichtiger ist die Auseinandersetzung mit nichtwestlichem politischen Denken und – noch viel grundsätzlicher – die Entwicklung eines Konzepts zum besseren Verstehen dieser Ideen. Der von Holger Zapfherausgegebene Band „Nichtwestliches politisches Denken. Zwischen kultureller Differenz und Hybridisierung“ beschäftigt sich mit eben diesen Aspekten und versucht Antworten darauf zu finden ...Zum vollständigen Artikel

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