Dirty Dancing

Der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs eines Kindes wiegt schwer. Umso erstaunlicher, wenn in einem solchen Verfahren sowohl die Staatsanwältin als auch die Richterin dem Angeklagten mit warmen Worten gut zusprechen, ihn verbal förmlich in die Arme nehmen.

Was war passiert? Der Angeklagte ist Tanzlehrer, das Mädchen seine Schülerin – 13 1/2 Jahre alt. Damals. Denn der Fall wegen dem vor dem Landgericht Essen verhandelt wurde, liegt heute mehr als 12 Jahre zurück. Inzwischen ist der Angeklagte 38 Jahre alt, seine damalige Schülerin eine 25-jährige Studentin. Sie und alle anderen Mädchen im Kurs haben den Trainer „angehimmelt“. Sie war eine der Besten in seinem Breakdance-Kurs, nach dem Training sei man Pommes essen gegangen und danach in die Wohnung des Angeklagten. Dort sei es dann – einvernehmlich – zum intimen Aufeinandertreffen gekommen. Nur etwa 14 Tage hielt die „Beziehung“ der beiden, dann habe das Mädchen sich abrupt getrennt. Insgesamt sei es in den zwei Wochen lediglich zweimal zum Sex gekommen.

Der Angeklagte sagte aus, er habe sich damals in einer Krise befunden. Er hatte zwar einen guten Job, sei dann jedoch betriebsbedingt gekündigt worden. Er habe Umschulungen gemacht, doch alle Karrierepläne seien geplatzt – nur das Tanzen habe funktioniert. All die Jahre habe er gewusst, dass es verkehrt war. Beide wussten, dass man dafür bestraft werden kann ...

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