Basics Medienrecht: Die wichtigsten Urheberpersönlichkeitsrechte

Dem Urheber eines Werkes stehen von Gesetz wegen verschiedene Rechte an seinem Werk zu, u.a. die in der Praxis bedeutsamen Urheberpersönlichkeitsrechte. Diese in §§ 11 ff. UrhG verankerten Rechte - das Veröffentlichungsrecht, die Anerkennung der Urheberschaft und der Entstellungs- und Beeinträchtigungsschutz - schützen die geistige und persönliche Beziehung des Schöpfers zu seiner kreativen Leistung, also seine Vorstellungen, Wünsche und ideellen Interessen, vor Eingriffen von außen.

Diese Rechte können daher nicht im gleichen Maße wie Verwertungsrechte an einen Dritten übertragen oder umfassend darauf verzichtet werden.

Das Veröffentlichungsrecht

Nur dem Werkschöpfer steht die Entscheidung darüber zu, ob, wann und wie seine kreative Leistung (das Gesetz spricht dabei von „Werk“) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, § 12 UrhG. Ein Werk darf also nicht ohne oder gegen den Willen des Urhebers veröffentlicht werden, egal welche Beweggründe hinter der Entscheidung des Urhebers gegen die Veröffentlichung stehen.

Auch müssen die Umstände der Veröffentlichung (das „Wie“), möglicherweise im Detail, mit dem Urheber abgesprochen werden. Gibt es mehrere Urheber, deren Werkanteile nicht unabhängig voneinander verwertet werden können, müssen alle beteiligten Urheber zustimmen. Verweigert ein Urheber die Zustimmung, können die anderen Miturheber auf die Abgabe der Zustimmung klagen, wenn nicht der verweigernde Miturheber aus urheberpersönlichkeitsrechtlichen Gründen der Veröffentlichung widerspricht (vgl. § 8 Abs. 2 S. 2 UrhG).

Mit dem Veröffentlichungsrecht einher geht das Recht auf Geheimhaltung des Werkes (§ 12 Abs. 2 UrhG). Der Inhalt eines unveröffentlichten Werkes darf weder öffentlich mitgeteilt, noch beschrieben werden ...

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