Optionale oder verpflichtende Direktvermarktung für Erneuerbare Energien – wer profitiert wie?

● Dr. Marc Deissenroth, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ● Wenn die Politik in den Energiemarkt eingreift, kann dies Auswirkungen haben, die im Vorfeld keiner bedacht hat. Mit dem Simulationsmodell AMIRIS verfügen wir am DLR-Institut für Technische Thermodynamik über ein Werkzeug, das solche Auswirkungen im Vorfeld aufzeigen kann. Mit diesem Werkzeug haben wir unter anderem untersucht, wie der Strommarkt reagiert, wenn die Direktvermarktung von Erneuerbaren Energien verpflichtend eingeführt würde. Die Ergebnisse zeigen, dass AMIRIS aktuelle Entscheidungsprozesse gut unterstützen kann. DLR-Software analysiert Auswirkungen von politischen Maßnahmen Das weltweit beachtete Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) hat bisher sehr erfolgreich zu einem Anteil der erneuerbaren Energien (EE) an der Stromerzeugung von rund 23 Prozent (2012) beigetragen. Im Jahr 2012 hat die Novellierung des EEG neue Optionen zur Vermarktung des Stroms aus regenerativen Quellen eingeführt, um die Marktintegration der EE anzureizen. Langfristig, so die Idee, sollen die Förderkosten für die Erneuerbaren Energien sinken und die Einspeisung soll sich stärker am Bedarf orientieren. Unter anderem. können die Anlagenbetreiber nach dieser Novellierung eine optionale Marktprämie in Anspruch nehmen, wenn sie den erzeugten Strom (z.B. an der Strombörse) vermarkten (§33b, g EEG). Die Höhe der Marktprämie wird dabei monatlich aus der Differenz zwischen dem Erlös, der durchschnittlich an der Börse erzielt werden kann, und dem Anspruch der Anlagenbetreiber nach der EEG-Einspeisevergütung abdeckt. Bei der Direktvermarktung kommen für die Anlagenbetreiber Prozesse hinzu, die zu deutlichen Zusatzkosten führen (zum Beispiel Entgelte für die Handelsanbindung an der Börse sowie Profilservicekosten für Prognosen und Ausgleichsenergie) ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK