Ein Hauptkommissar mit Hang zum Kannibalismus? Mörder, Totschläger oder nur Leichenfledderer?

Dienstmarke der Kriminalpolizei, Urheber: Wo st 01, wikimedia commons

Für den Normalbürger kaum vorstellbar ist das, was der SPIEGEL in seiner aktuellen Printausgabe zum Fall eines 56-jährigen sächsischen Kriminalhauptkommissars schreibt, der seit dem vergangenen November unter Mordverdacht in Untersuchungshaft sitzt. Es scheint festzustehen, dass der in der Nachbarschaft und bei Kollegen beliebte Kripomann den 59-jährigen Woijciech S. über das Kannibalenportal zambianmeat.com kennengelernt und später in seinem Wohnhaus zerstückelt und die Überreste zumindest teilweise in seinem Garten vergraben hat. Fraglich ist aber, ob er das mutmaßliche Opfer – was er seiner Erstvernehmung gestanden haben soll – tatsächlich mit einem Kehlschnitt getötet hat, oder ob der Mann sich selbst zu Tode stranguliert hat und dann von dem Polizeibeamten Detlev G. auf skurrile Art entsorgt wurde.

Wie so oft ist die Erstvernehmung des mit Vernehmungssituationen ja durchaus vertrauten Beschuldigten ohne Beistand eines Anwalts erfolgt. Sein jetziger Verteidiger, Rechtsanwalt Wilhelm aus Dresden, vermutet, dass erheblicher Vernehmungsdruck auf G. ausgeübt wurde und dass der schließlich eine Tat gestanden hat, die so überhaupt nicht stattgefunden haben kann. G ...

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