Aufklärung über alternative Behandlungsmethoden

Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist zwar die Wahl der Behandlungsmethode primär Sache des Arztes. Die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten erfordert aber eine Unterrichtung über eine alternative Behandlungsmöglichkeit, wenn für eine medizinisch sinnvolle und indizierte Therapie mehrere gleichwertige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, die zu jeweils unterschiedlichen Belastungen des Patienten führen oder unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen bieten.

Einer der dabei in Betracht kommenden Fälle ist der, dass als Alternative zu einer sofortigen Operation die Fortsetzung einer konservativen Behandlung medizinisch zur Wahl steht.

So bestand in dem vorliegend vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall lediglich eine relative Indikation zur Implantation eines Spinalkatheters, weil es aus medizinischer Sicht möglich ist; und vom Patienten gewollt sein kann, die Schmerzzustände weiter auf konventionellem Wege zu bekämpfen, da alle invasiven Behandlungsformen bei Rückenschmerzen umstritten sind und die vorliegenden Daten aus kontrollierten Studien nicht ausreichen, um die rückenmarksnahe Medikamentenapplikation eindeutig zu bewerten; es handelt sich um einen Versuch, der glücken kann, der aber auch ohne Erfolg bleiben kann ...

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