Zutreffende staatsanwaltliche Erkenntnis: “Aus der Hüfte heraus geschossen erscheinen mir 50 Monate vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis auch zu lang”

Grundsätzlich berichte ich im strafblog nicht über vertrauliche Äußerungen, die andere Verfahrensbeteiligte mir gegenüber im persönlichen Gespräch außerhalb der Hauptverhandlung verlauten lassen. Aber vorliegend habe ich nur als Zaungast einen Dialog zwischen meinem Mandanten und dem Staatsanwalt auf dem Flur des Gerichtsgebäudes mitbekommen, der so trefflich war, dass ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte.

Sagen wir mal, es ist in Bayern gewesen, aber es könnte auch jedes andere Bundesland gewesen sein. Der Mandant war eine Zeit lang in Haft gewesen, da hatte er seine Fahrerlaubnis, die ihm bereits vor sage und schreibe 50 Monaten vorläufig, ich betone: VORLÄUFIG, entzogen worden war, nicht sonderlich vermisst. Aber jetzt will er sich doch gerne wieder motorisiert fortbewegen können, und deshalb hat er mich beauftragt, für ein Ende der reichlich langen Maßnahme Sorge zu tragen.

In dem Verfahren, in dem die Fahrerlaubnis gem ...

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