Von Rockern, Raub, einer Maschinenpistole und der Unschuldsvermutung in der Prozessberichterstattung

Foto: Stefan Kühn at de.wikipedia

Am kommenden Montag beginnt vor dem Mönchengladbacher Landgericht ein Prozess gegen drei mutmaßliche Mitglieder des Motorradclubs Satudarah, denen Nötigung, Bedrohung und Raub mit Waffen vorgeworfen werden. Laut Anklage sollen sie sich auf der Suche nach einem Kumpanen, von dem sie sich betrogen fühlten, unter Vorhalt einer Pistole Zutritt zu einer Wohnung verschafft und diese nach dem Mann durchsucht haben. Der sei aber nicht dort gewesen. Vor dem Verlassen der Wohnung sollen die unliebsamen Besucher den beiden dort anwesenden Männern ihre Handys und ein Mini-Tablet abgenommen haben. Dem Gesuchten hätten sie einen schönen Gruß von Satudarah ausrichten lassen und weiterhin, dass sie ihm eine Kugel durch den Kopf jagen würden.

Ob das alles so war, soll der Prozess, in dem ich einen der Angeklagten verteidige, erst noch erweisen. In der hiesigen Lokalausgabe der RHEINISCHEN POST vom Donnerstag liest sich das unter der Überschrift “Erhöhte Sicherheitsstufe bei Rockerprozess” folgendermaßen:

“Ab Montag stehen drei Mitglieder der berüchtigten Motorradclubs Satudarah vor dem Landgericht. Sie hatten im Juni vergangenen Jahres zwei Männer in einer Mönchengladbacher Wohnung mit einer Waffe bedroht und beraubt ...

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