Szenen aus dem Gerichtssaal XXXIII: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Für meinen Mandanten hatte ich verschiedene Forderungen aus einem mündlich geschlossenen Mietvertrag eingeklagt. Es kam zur Verhandlung. Der Beklagte war nicht erschienen, so daß das Gericht ein sogenanntes Versäumnisurteil erlassen wollte, nach welchem der Beklagte den eingeklagten Betrag zu zahlen hatte. Mein Mandant schien indes bestrebt zu sein, das Blatt zu seinen Ungunsten zu wenden. So entspann sich folgende, sinngemäß wiedergegebene Unterhaltung:

Richter: „Vorliegend machen Sie Forderungen geltend aus einem mündlichen Mietvertrag…“

Mandant: „Nein, nein, einen mündlichen Mietvertrag gibt es nicht…“

Ich (trocken): „Das meint mein Mandant nicht.“

Richter an meinen Mandanten: „Sie meinen, daß es keinen schriftlichen Mietvertrag gibt ...

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