Anwalt fühlt sich bei Bewerbung diskriminiert und verlangt 60.000 EUR Entschädigung

Eine diskriminierende Stellenausschreibung kann nur dann zu einem Entschädigungsanspruch führen, wenn Bewerber sich ernsthaft für die Stelle interessiert haben. Scheinbewerbungen, die nur mit dem Ziel einer Diskriminierungsentschädigung abgeschickt wurden, lösen keinen Entschädigungsanspruch aus, bekräftigte das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg in Berlin in einem am Donnerstag, 16.01.2014, bekanntgegebenen Urteil (AZ: 21 Sa 1380/13).

Im Streitfall hatte ein Unternehmen einen „Rechtsanwalt (m/w)” gesucht, und zwar „Berufsanfänger oder Kollegen mit 1-3 Jahren Berufserfahrung”. Darauf bewarb sich ein 1953 geborener promovierter Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei. Nachdem seine Bewerbung abgelehnt worden war, forderte er eine Entschädigung von bis zu 60.000,00 €. Es liege eine nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbotene Altersdiskriminierung vor.

Das LAG ließ offen, ob die Ausschreibung überhaupt diskriminierend war ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK