Urheberrechtlicher Irrtum: Filmliebhaber und «Raubkopien»

Kurt W. Zimmermann liess Patrik Müller, Chefredaktor der «Schweiz am Sonntag», abmahnen (Screenshot), nachdem dieser eine «Weltwoche»-Kolumne von Zimmermann bei Twitter veröffentlicht hatte. Die Abmahnung erscheint berechtigt, denn die Veröffentlichung bei Twitter verletzte Zimmermann in seinen Rechten als Urheber (Art. 10 URG). Gleichzeitig unterliegt Zimmermann in seiner neusten «Weltwoche»-Kolumne (leider nicht verlinkbar) aber einem urheberrechtlichen Irrtum, wenn er davon schreibt, «wie private Filmliebhaber ihre Raubkopien unrechtmässig herunterladen» würden.

In der Schweiz ist das Herunterladen von urheberrechtlichen geschützten Filmen aus dem Internet zum ausschliesslichen Privatgebrauch (Art. 19 Abs. 1 lit. a URG) erlaubt, das heisst der Download ist rechtmässig. Private Filmliebhaber müssen dabei nicht zwischen legalen und mutmasslich illegalen Quellen unterscheiden. Als Ausgleich dafür werden pauschale Urheberrechtsabgaben für den Privatgebrauch erhoben und durch Verwertungsgesellschaften wie beispielsweise die SUISA an Urheber und andere Rechteinhaber verteilt (Art. 20 URG) ...

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