Riesiges Medieninteresse an Oradour-Verfahren – Abmahnung an BILD geschickt

Internationale Berichterstattung bei google

Erstaunlich groß ist vor allem im Ausland das Medieninteresse an dem Oradour-Verfahren, in welchem mein 88-jähriger Mandant kurz vor Weihnachten wegen vielfachen Mordes und Beihilfe zum Mord angeklagt wurde. Das Landgericht Köln hatte im Laufe des 8. Januar eine Pressemitteilung herausgegeben, und ab kurz nach 14 Uhr liefen in meiner Kanzlei die Telefonleitungen heiß. Mehrere US-Medien klingelten an, französische Fernsehanstalten und Zeitungsvertreter meldeten sich im Minutenrhythmus, Anfragen kamen aus Israel und Asien und natürlich auch aus Deutschland. Ich hatte mit einiger Resonanz gerechnet, war dann aber doch über den Umfang erstaunt. NS-Verfahren sind doch irgendwie auch olle Kamellen, hatte ich gedacht. Denkste. Dank AP (Associated Press) und Reuters war die Nachricht am Tag darauf auf dem Globus rund.

In Deutschland wurde bisher recht zurückhaltend berichtet, bis auf BILD natürlich, die ihre Sensationsberichterstatter gleich losschickte. Die lauerten meinem Mandanten tags darauf in Köln auf und verschickten ihren unsachlichen, persönlichkeitsrechtsverletzenden und jeder Unschuldsvermutung Hohn sprechenden Beitrag dann auch prompt an zahlreiche französische und andere ausländische Medien, die diesen unter Nennung der Quelle BILD weiterverbreiteten. Die Quellenangabe sei eine Bedingung von BILD gewesen, verriet mit ein französischer Reporter, Werbung muss schließlich sein ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK