Ein Zwischenzeugnis kann ich jederzeit beanspruchen – oder etwa nicht?

Während eines laufenden Arbeitsverhältnisses kann ein Arbeitnehmer Interesse an einer vorläufigen Beurteilung seiner Leistungen und seines Verhaltens haben.

Anspruch auf ein Zwischenzeugnis

Gesetzlich ist der Anspruch auf Erhalt eines Zwischenzeugnisses nicht geregelt. Ein Arbeitnehmer kann die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses verlangen, wenn er einen triftigen Grund hat.

Die Rechtsprechung hat folgende Gründe anerkannt: Bewerbung/Abkehrwille, feststehendes Vertragsende nach Kündigung oder Aufhebungsvertrag, Versetzung, Vorgesetztenwechsel, wesentliche Änderung im Aufgabengebiet oder bei der Arbeitszeit, Betriebsübergang, Elternzeit, bedeutsame Fortbildung, Beförderung, Insolvenz, beabsichtigte Aufnahme eines zweiten Arbeitsverhältnisses, Freistellung als Betriebsrat.

Allein der Wunsch nach einer Zwischenbeurteilung genügt nicht.

Pflicht zur Wahrheit und Wohlwollen

Ein Zwischenzeugnis muss wahr sein und alle wesentlichen Tatsachen enthalten, die für eine Gesamtbeurteilung des bisherigen Arbeitsverhältnisses von Bedeutung sind. Negative Beurteilungen sind nur dann zulässig, wenn sie für eine wesentliche Dauer der Beschäftigung bedeutsam waren. Versteckte Bewertungen (sog. „Geheimcodes“) sind verboten ...

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