Das Kamel als Reisemangel

In den Gerichtssälen tobt doch das pralle Leben, wenn man so manches Urteil liest. Ein Tourist hatte zusammen mit seiner Frau eine Pauschalreise gebcht. Darin war auch ein Kamelritt bei Beduinen angeboten. Irgendwie konnte das Kamel dann den Touristen nicht so richtig leiden oder wollte ihn nicht tragen. Jedenfalls stieg erst die Ehefrau auf das Kamel. Dieses erhob sich dann, ehe der Ehemann auch auf das Kamel steigen konnte. Der Kamelführer lies das Kamel sich dann erneut ablegen und entfernte sich. Er forderte aber vorher den Ehemann auf, das Kamel nun zu bestigen. Gerade als er sein Bein über das Kamel schwingen wollte, erhob sich das Kamel erneut. Erst jetzt kam der Kamelführer herbeigeeilt und setzte ihn dann schlussendlich auf das Kamel.

Allerdings hatte der Versuch, das auf das Kamel zu kommen, ernste Folgen für den Touristen. Er erlitt durch den Aufprall auf den Metallbügel des Kamelsattels einen Beckenbruch mit einer Symphysen-Sprengung und ISG-Fugen- Sprengung links. Der Unfall geschah am 18.9.2011. Nach seinem Rücktransport nach Deutschland befand sich der Geschädigte bis 12.10.2011 in der Klinik und später in Reha. Wegen Komplikation musste er noch weitere stationäre Krankenhausaufenthalte und Operationen erdulden.

Nun sprach ihm das Oberlandesgericht Koblenz in einem Urteil vom 04.11 ...

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