BaFin prüft Qualität der Vergütungssysteme deutscher Kreditinstitute und zeigt (erhebliche) Mängel auf

Die BaFin veröffentlicht gerade ihre Ergebnisse der zurückliegenden Prüfung der Vergütungssysteme deutscher Kreditinstitute. Die Ergebnisse aller Kreditinstitute bei denen die Prüfung abgeschlossen wurde, weisen, teils erhebliche, Mängel auf.

Die von der Aufsichtsbehörde festgestellten Mängel beziehen sich hierbei auf verschiedene Bereiche.

Insbesondere wurden mehrfach die Boni-Regelungen der Mitarbeiter aus Sicht der BaFin nicht zufriedenstellend und an den eigenen Zielvorgaben der betreffenden Institute ausgerichtet (§ 4 InstitutsVergV). Würde man den – im Prüfungszeitraum noch nicht geltenden – Maßstab der ab 1. Januar 2014 einschlägigen § 25a Abs. 1 S.3 Nr. 4, Abs. 5 u. 6 KWG i.V.m. der Institutsvergütungsverordnung anlegen, hätten 70% der geprüften Institute die (zwingende) Deckelung des variablen Vergütungsanteils überschritten.

Die BaFin ist außerdem zu dem Ergebnis gelangt, dass bei einer Vielzahl der geprüften Kreditinstitute die Bemessungszeiträume für die Festlegung der variablen Vergütung „nicht zufriedenstellend“ gewählt wurden. Zudem sei der – von §§ 5 Abs. 6 Nr. 2 u. 7 S. 2 Nr. 2 InstitutsVergV vorgegebene – systematische Zusammenhang zwischen Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung auf der einen und variabler Vergütung auf der anderen Seite oftmals nicht hinreichend deutlich beachtet worden.

Schwerpunktmäßiges Problem bei allen Prüfungen sei das Fehlen angemessener Kriterien für die Verringerung der zurückbehaltenen variablen Vergütung gewesen (sog. Malus-Trigger) ...

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